Systematischer Einsatz von Keyloggern - RA Krane

Wie das Bundesarbeitsgericht mit der am 27.07.2017 zum Aktenzeichen 2a ZR 681/16 verkündeten Entscheidung bestätigt hat, ist eine verdeckte Überwachung und Kontrolle des Arbeitnehmers nach § 32 Abs. 1 BDSG (Bundesdatenschutzgesetz) unzulässig, wenn kein auf den betreffenden Arbeitnehmer bezogener und durch konkrete Tatsachen begründeter Verdacht einer Straftat oder einer anderen schwerwiegenden Pflichtverletzung besteht.

Damit hat das Bundesarbeitsgericht die beiden vorinstanzlichen Urteile in derselben Rechtssache bestätigt und das allgemeine Persönlichkeitsrecht der Arbeitnehmer, insbesondere das Recht der informationellen Selbstbestimmung gemäß Art. 2, Abs. 1             i. V. m. Art. 1, Abs. 1 GG (Grundgesetz) gestärkt. Mittels Keyloggern lässt sich im Grunde jeder Tastendruck am Computerarbeitsplatz aufzeichnen. Damit können sogar Passwörter und Zugangsdaten ausgespäht werden. Eine solche ins „Blaue hinein“ veranlasste Maßnahme wurde vom Bundesarbeitsgericht als unverhältnismäßig angesehen.

Neuruppin, den 31.07.2017


Für weitere Informationen steht zur Verfügung:

Rechtsanwalt Krane

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